St. Francis Family Helper Programme in Mbarara, Uganda

1. Schulausbildung für Kinder.

Die Eltern einer Familie können wohl das erste, zweite und dritte Kind zur Schule schicken; aber das vierte und fünfte kann schwer werden. Da hilft das Family Helper Programme aus. Es hilft also armen und kinderrreichen Familien mit der Schulbildung einiger ihrer Kinder. Die meisten unserer Kinder werden unterstützt für ihre Grundschul-Bildung, einige werden auch weiter geführt durch das Gymnasium, und einige wenige sogar durch die Universität.

Bis dato unterstützen wir auf diese Weise 240 Kinder, Jungen und Mädchen, jeder Konfession, die alle aus der unmittelbaren Umgebung von Mbarara kommen, damit wir mit ihnen und ihren Familien leicht in Kontakt bleiben können. Die Sponsoren-Unterstützung für ein Jahr beträgt 400,- € pro Kind.

2. Eine Nähschule.

Unsere Nähschule bietet ca. 70 Mädchen und nur einigen wenigen Jungen (ca. 7), im Alter von 17 – 25 Jahren eine zweijährige Ausbildung als Näherinnen und Schneider. Unsere Lehrlinge absolvieren einen sorgfältig aufgestellten und streng durchgeführten Lehrplan, der vier verschiedene Stufen umfasst, und die sie alle theoretisch und praktisch bestehen müssen.

Die Auszubildenden wohnen in der Nähe, erhalten Kost und Logie von der Schule, und müssen ein Schulgeld von 400,- € pro Jahr aufbringen, wofür teilweise auch Sponsoren benötigt werden.

Nach ihrem Abschluss bemühen sich die neuen Schneiderinnen eine Nähmaschine zu erwerben und können dann mit ihrem neuen Beruf einen beträchtlichen Beitrag leisten zur finanziellen Sicherheit ihrer Familie und Verwandtschaft.

3. Das Institut für die Ausbildung von Therapeuten.

Die Studenten dieses Institutes sind junge Männer und Frauen zwischen 23 und 45 Jahren. Sie erwerben entweder ein Diploma (Pre-Bachelor), nach 2 ½ Jahren, wofür das Schulgeld ohne Kost, Logie und Lehrmittel ungefähr 940,- € beträgt; oder sie machen einen Bachelor‘s Degree über 4 Jahre, wofür das Schulgeld 1500,- € beträgt. Sie sind dann zu staatlich anerkannten Therapeuten ausgebildet, da unser Institut an die ‘Uganda Martyrs University‘ (UMU) von Nkozi angeschlossen ist.

Die Studenten absolvieren eine staatlich anerkannte und sorgfältig ausgeführte Ausbildung. Schwerpunkte ihrer Ausbildung sind die Problemkreise Alkoholismus, Gewalt in der Familie, Pflege von Aidskranken, Missbrauch von Kindern, Drogenmissbrauch, finanzielle Verantwortlichkeit der Eltern und Männer, Aussprache unter Eltern und mit Kindern, Freizeitgestaltung und besonders die psychologisch-soziale Beratung von Gruppen im Dorf. Auch diese Ausbildung erfolgt mit Theorie und Praxis.

Nach ihrem Abschluss betätigen sich die neuen Therapeuten in ihren Heimatdörfern in Pfarreien, Schulen, Krankenhäusern oder NGOs und sozialen Organisationen und finden private und öffentliche Anstellung.

Maßnahmen des Nangina e.V. in den vergangenen Jahren

Da das Ausbildungszentrum für Therapeuten wächst und immer mehr Studentinnen und Studentinnen das Angebot zur Ausbildung wahrnehmen wollen, wurde ein größerer Neubau fällig. Darin können auch Lehrerinnen und Lehrer fortgebildet werden, damit sie an ihren Arbeitsstellen besser auf die Anliegen der Schülerinnen und Schüler eingehen können. Nach einem Besuch von Katharina Stritzke im Jahr 2013 förderte Nangina den Neubau mit 20 000 €. Im Jahr 2015 wurden weitere 21 ??? € für die Deckenverkleidung und die Innenausstattung überwiesen. Vorher mussten die Seminare direkt unter dem Wellblech stattfinden, das sich durch die Sonne stark aufheizt und ein Lernen dadurch fast unmöglich macht.

Besuche von Nanginesen oder Gegenbesuche von Projektpartnern

Juni 2016: Besuch von Sr. Christine Ntibarutaye und Mary Moran, den Leiterinnen des Projekts, in Deutschland

Januar bis März 2016: Mitarbeit im Projekt von Johanna van Elten

August 2015: Besuch von 12 Nanginesen im Rahmen einer Jugendreise des Nangina e.V.

August 2013: Besuch von Pater Ferdinand Tillmann, einem der Mitbegründer des Projekts

April 2013: Katharina Stritzke im Rahmen ihres Jahres als Missionarin auf Zeit

Aktuelle Entwicklungen

Der Neubau wurde im Jahr 2015 fertiggestellt und durch den Präsident Museveni feierlich eröffnet. Seitdem werden die Seminare für Studenten und die Lehrerfortbildungen schon in diesem Gebäude durchgeführt, wenn auch zunächst unter provisorischen Umständen. Mittlerweile konnten Büro- und Lehrräume ausgestattet werden, so dass das Lernen angenehmer und deutlich effektiver stattfinden kann. Beispielsweise waren Vorhänge nötig, um eine Präsentation über den Beamer laufen zu lassen, und Stühle, damit diese nicht regelmäßig aus der örtlichen Gemeinde ausgeliehen werden müssen.