Mädcheninternat in Kibuk, Kenia

Die Mädchenschule in Kibuk am Berg Elgon ist im Mai 2015 gestartet und umfasst die in Kenia übliche Grundschulzeit von Klasse 1 bis 8.
Eine Besonderheit der Region am Berg Elgon ist, dass die meisten Mädchen mit ca. 8 Jahren beschnitten werden, um dann direkt verheiratet zu werden. Einen Zugang zu Bildung haben sie daher kaum. Das soll mit der neuen Schule geändert werden.
Die Schule wird von kenianischen Ordensschwestern geleitet, die aus dem gleichen Stamm kommen und somit ein umfassendes Verständnis der Kultur mitbringen. Andererseits leben sie als Ordensschwestern aber eine sehr ungewöhnliche Lebensform und bringen damit eine Außenperspektive ein, von der die Schülerinnen profitieren.

Als katholische Privatschule ist die Schule von der Korruption, die an staatlichen Schulen vorherrscht, geschützt. Sie ist aber offen für Schülerinnen aller Konfessionen und Religionen. Zur Zeit unterstützt noch die Diözese Bungoma in Kenia den laufenden Betrieb der Schule. Durch die Aufklärungsprogramme, mit denen Eltern überzeugt werden, mehr Wert auf die Bildung ihrer Töchter zu legen, können sie motiviert werden, die nötigen Schulgebühren zu bezahlen. Damit kann sich die Schule nach gewisser Zeit selbst tragen und auch den bedürftigen Schülerinnen die Möglichkeit eröffnen, ohne Gebühren am Unterricht teilzunehmen. Für die Schülerinnen, die etwas weiter entfernt wohnen, gibt es einen Internatsbereich.

Maßnahmen des Nangina e.V. in den vergangenen Jahren


Der Nangina e.V. unterstützt seit 2013 den Bau der Mädchenschule. Das Kindermissionswerk Aachen (Sternsinger) teilt sich zusammen mit dem Nangina e.V. die Kosten des Schulbaus. Mittlerweile wurden 8 Klassenräume, Büros und Lehrerzimmer sowie eine große Küche mit Essenshalle errichtet. Letztere wurde im Jahr 2017 fertiggestellt. Auch ein kleinerer Essensraum mit Küche für den Bereich der Vorschule wurde eingerichtet.

Besuche von Nanginesen oder Gegenbesuche von Projektmitgliedern
Juli 2018: Besuch von 12 Nanginesen im Rahmen einer Jugendreise des Nangina e.V.
Zum Bericht geht es hier.
Juli 2016: Besuch von Katharina Stritzke und Tobias Nickel
Zum Erfahrungsbericht geht es hier.
Mai 2016: Besuch von Klaus und Catherine Flohr
Zu den Fotos geht es hier.
August 2015: Besuch von 12 Nanginesen im Rahmen einer Jugendreise des Nangina e.V.
Zum Erfahrungsbericht geht es hier.
Oktober 2014: Frau Frels vom Kindermissionswerk Aachen
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März 2014: Besuch von Katharina Stritzke
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August 2013: Besuch von Bischof Norman zum 25jährigen Jubiläum des Nangina e.V.
Juli 2013: Besuch von Katharina Stritzke im Rahmen ihres Jahres als Missionarin auf Zeit
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Januar 2013: Besuch von Dr. Klaus und Catherine Flohr
Zum Erfahrungsbericht geht es hier.
Dezember 2012: Besuch von Nicole Hartmann, Jürgen und Katharina Stritzke
Zum Erfahrungsbericht geht es hier.

Aktuelle Entwicklungen
Zur Zeit, im Schuljahr 2018 werden über 100 Schülerinnen in den Klassen 1-6 in der Kibuk-Schule unterrichtet. Alle Schülerinnen ab Klasse 4 wohnen dabei im Internatsbereich, der ohne Schlafsäle noch provisorisch in der Schülerbücherei eingerichtet ist.
Noch in diesem Jahr möchte der Nangina e.V. im Rahmen einer Co-Finanzierung mit 18 000 € den Bau von drei Klassenräumen für den Kindergarten/die Vorschule unterstützen. Da im Januar eine neue erste Klasse in die Schule kommen wird, reichen die 8 Klassenräume nicht mehr für alle aus und es muss übergangsweise ein Provisorium errichtet werden, damit alle Schülerinnen in der Schule aufgenommen werden können.

Eine ausführliche Projektbeschreibung aus dem Jahr 2011 findet sich hier.
Ein Zwischenbericht aus dem Jahr 2015 findet sich hier.